Black Hole (Italien) "Land Of Mystery" CD
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Hier haben wir es mit einem sehr gut verpackten Re-Release eines 1985 Doom Brockens zu tun. Die Italiener waren echte Black Sabbath Jünger. Während Toni Iommi und Co gerade nach einer starken Phase mit überragenden Ronnie James Dio Alben in eine kurze Identitätskrise schlidderten, erschien dieses Werk. Black Hole repräsentierten (Achtung, ich zitiere aus den Liner Notes!) die metaphysische Essenz innerhalb der dunkelsten Tiefen des menschlichen Bewusstseins. Man müsste mal einen Fabio Bellan fragen, ob er sich von dieser Formation beeinflusst sieht. Auf jeden Fall ist es gut zu wissen, dass in Italien schon 20 Jahre vor Thunderstorm der Doom seine Botschafter hatte.
An den Eingangspforten des „Land Of Mystery“ kreuzt sich dieser Doom anfangs noch mit Old School Epic Metal – wobei dieser Epic Metal 1985 ja noch gar nicht Old School war. Der Doom in der Musik gibt sich auf jeden Fall von Beginn an spacig und experimentell. Der Bass wabert und wabbert oder schwirrt scheinbar ziellos durch die Gegend. Die Gitarre schwebt sphärisch darüber oder rifft vertrackt im Bodensud. Gern beschränkt sie sich auf Einzeltöne, statt in Akkorden zu braten. Sind die ersten beiden Stücke noch einigermaßen nachvollziehbar, brechen anschließend nach und nach alle Dämme. Black Hole sind Sabbath auf Droge, trippen durch den Weltraum und proggen durch den LSD Regenbogen. Zwischendurch bringen sie immer wieder tolle Melodien mit einem Gesang, der an eine Mischung aus Ozzy und Buddy Lackey erinnert. Immer, wenn man sich eine Atempause auf dieser seltsamen Reise einbildet, kommt eine erneute Bassattacke oder die bedrohliche Orgel drückt einem die nächste Überdosis Beklemmung rein.
Mein Anspieltipp ist „Spectral World“, doch die Band ist längst dabei, immer weiter in den Psychedelic Sumpf zu driften. „Obscurity In The Ethereal House“ gefällt dennoch, und beim ersten Bonus Track „Angel Of Lucifer“ kehren sogar die Metal Vibes zurück.
Nichtfreaks dürften wohl dennoch spätestens beim Einsatz der Bläser Sounds abgeschaltet haben. Die Musik von Black Hole ist eben etwas ganz Spezielles – ein Gourmet Happen, der jedoch alles andere als leicht verdaulich ist.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Demoniac City
2. Land Of Mystery
3. All My Evil
4. Bells Of Death
5. Blind Men And Occult Forces
6. Spectral World
7. Obscurity In The Etheral House
Bonus Tracks:
8.Angel Of Lucifer
9.Crying Puppets
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7.0 Punkte von Christian (am 19.07.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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